KI & Informationen

Content Credentials zeigen Herkunft, nicht die ganze Wahrheit

Was dokumentierte Dateigeschichte belegt, warum fehlende Nachweise wenig beweisen und welche Prüfung weiterhin nötig bleibt.

Ein Bild trägt ein Content-Credentials-Symbol. Schnell wird daraus gedanklich „als wahr bestätigt“. Fragen Sie lieber zuerst: Welche Information über diese Datei wird von wem bestätigt?

Die konkrete Angabe lesen

C2PA ermöglicht signierte Herkunftsinformationen zu digitalen Inhalten. Je nach Datei und beteiligten Werkzeugen können sie Ursprung oder Bearbeitungsschritte beschreiben. Sie belegen aufgezeichnete Geschichte, liefern aber kein allgemeines Wahrheitsurteil über Motiv oder Bildunterschrift.

Ein Foto mit dokumentierter Herkunft kann in einem Beitrag trotzdem mit einem irreführenden Datum oder Ort erscheinen. Diese Behauptung braucht eine eigene Prüfung.

Den Schluss nicht umkehren

Fehlen verfügbare Herkunftsnachweise, ist eine Datei nicht automatisch KI-generiert oder täuschend. Das verwendete Werkzeug unterstützt das Verfahren möglicherweise nicht, oder die Angaben fehlen in der erhaltenen Kopie.

Ein ins Bild gezeichnetes Symbol ist außerdem nicht dasselbe wie Herkunftsdaten, die ein kompatibles Werkzeug überprüft hat. Sehen Sie sich die tatsächlichen Angaben an.

Verschiedene Belege verbinden

Prüfen Sie den Unterzeichner und die beschriebenen Vorgänge. Betrachten Sie anschließend Quelle, Veröffentlichungskontext und die Behauptung, die Sie klären möchten. Beim Weitergeben sollten Erklärung und Herkunftsinformationen erhalten bleiben, soweit Ihr Arbeitsablauf das unterstützt. Die Nachweise helfen bei der Frage, wie die Datei hierherkam, ohne jede Frage zum gezeigten Inhalt zu beantworten.

Quellen und weitere Informationen

  1. C2PA — Technical explainer
  2. C2PA — Frequently asked questions

Die Quellen belegen die technischen Erläuterungen. Beispiele und vorgeschlagene Prüfungen sind redaktionelle Empfehlungen.