Ein Foto des frisch gestrichenen Zimmers kann mehr verraten als die Wandfarbe. Prüfe vor einer öffentlichen Veröffentlichung sowohl die Datei als auch das Motiv. Dafür musst du nicht gleich deine gesamte Fotosammlung umorganisieren.
Welche Kopie soll das Telefon verlassen?
Überlege zuerst, wohin das Bild geht: in eine öffentliche Anzeige, ein Familienalbum oder als Anhang an eine Person. Behalte das Original, wenn dir dessen Standort beim Ordnen von Erinnerungen hilft. Erstelle eine eigene Kopie zum Teilen, wenn andere Informationen mitreisen sollen.
Apple beschreibt dafür auf dem iPhone eine Option in Fotos: Teilen öffnen, Optionen wählen und Standort ausschalten. Das betrifft diesen Teilvorgang. Standortdaten eines vorhandenen Fotos zu entfernen oder neue Kamera-Geotags zu verhindern, sind gesonderte Entscheidungen.
Auch den Versandweg prüfen
Google Fotos weist darauf hin, dass seine Standortfreigaben nicht für heruntergeladene und anschließend per E-Mail verschickte Dateien gelten: Der ursprüngliche Kamerastandort kann erhalten bleiben. Eine ausgeblendete Albumposition bereinigt also nicht automatisch jede exportierte Kopie.
Probiere den vorgesehenen Weg mit einem unbedenklichen Beispiel aus. Speichere den erhaltenen Anhang und prüfe seine Informationen auf Koordinaten. Untersuche die ausgelieferte Datei statt nur das ursprüngliche Vorschaubild. Eine fehlende Karte in einem Anzeigeprogramm beweist nicht, dass sämtliche Metadaten entfernt wurden.
Das Motiv selbst ansehen
Stell dir einen Brief auf dem Tisch, eine Hausnummer vor dem Fenster und eine Spiegelung vor. Welche Details gehören wirklich in das öffentliche Foto? Eine neue Aufnahme vor ruhigem Hintergrund ist womöglich einfacher als mehrere kleine Retuschen.
Prüfe das Ergebnis nach dem letzten Bearbeiten und Exportieren. Benenne die kontrollierte Kopie eindeutig und achte beim Anhängen auf die Datei. Sonst kann trotz sorgfältiger Vorbereitung versehentlich das Original verschickt werden.