Die überarbeitete Anweisung ist kürzer und liest sich leichter. Erklärt sie aber weiterhin, wann eine Handlung erlaubt ist? Ein flüssiger Satz reicht nicht, wenn dabei ein „erst nachdem“ verschwunden ist.
Verständliche Sprache kann Bedingungen deutlicher machen, ohne sie zu streichen. Digital.gov zeigt in seinem Schreibleitfaden, wie sich ein bedingter Zusammenhang über mehrere Sätze erhalten lässt. Die folgende Prüfung überträgt diese Idee auf eine Überarbeitung mit KI. Sie garantiert nicht, dass ein Modell den Sinn unverändert lässt.
Markiere zuerst die Bedingungen
Nehmen wir diese erfundene Arbeitsanweisung: „Exportiere eine Kopie erst nach Abschluss der Prüfung. Sind noch Kommentare offen, kehre zur Bearbeitung zurück.“ Markiere vor der Überarbeitung die Handlung, ihre Voraussetzung und die Ausnahme.
Eine mögliche Fassung lautet: „Schließe die Prüfung ab, bevor du eine Kopie exportierst. Falls noch Kommentare offen sind, bearbeite das Dokument weiter.“ Aus „Prüfe das Dokument und exportiere eine Kopie“ ist dagegen die Regel für offene Kommentare verschwunden.
Bitte das Werkzeug, alle Bedingungen, Ausnahmen, Zahlen und Zuständigkeiten beizubehalten. Unklare Stellen soll es kennzeichnen, statt sie durch Vermutungen zu ergänzen. Gib nur den benötigten Ausschnitt weiter. Lege Original und Entwurf nebeneinander, damit du nicht aus dem Gedächtnis vergleichst.
Spiele zwei Situationen durch
Was soll die Person tun, wenn die Prüfung abgeschlossen ist und keine Kommentare offen sind? Was gilt, wenn ein Kommentar noch nicht erledigt ist? Beide Fassungen müssen für jeden Fall zur gleichen Entscheidung führen.
Prüfe die Bedingungen selbst. Die Erklärung der KI ist kein Nachweis dafür, dass sie erhalten geblieben sind. Ist das Original mehrdeutig, frage die verfassende Person. Kläre die Bedeutung vor der Weitergabe. Eine leichter lesbare Fassung sollte keine neue Regel einführen.