Eine alte Adresse verschwindet aus der Gesprächsliste und taucht später wieder in einer KI-Antwort auf. Bevor Sie einen Fehler beim Löschen vermuten, prüfen Sie mögliche Quellen. Ein früherer Chat und ein verbundener Dienst sind unterschiedliche Zugänge zu derselben Information.
Als Beispiel dient hier das dokumentierte Verhalten von Gemini. Andere Assistenten haben eigene Einstellungen. Auch innerhalb von Gemini können sich Arbeits- und Schulkonten von privaten Konten unterscheiden.
Erst das Ziel festlegen
Ein Gespräch entfernen, die Personalisierung durch frühere Chats abschalten und eine weitere Datenquelle trennen sind verschiedene Ziele. Überlegen Sie vor dem Ändern der Einstellungen, welches Sie erreichen wollen. Für weniger persönliche Antworten müssen Sie vielleicht nicht den gesamten Verlauf löschen.
Bei unterstützten privaten Konten bietet Gemini eine Einstellung für Erinnerungen aus früheren Chats. Das Abschalten verändert die Personalisierung, löscht aber nicht gleich diese Gespräche. Auch Aktivitätsspeicherung und Löschfunktionen sind getrennt zu betrachten.
Die Quellen der Information prüfen
Laut Google müssen alle Chats mit einer bestimmten Information gelöscht werden, damit Gemini sie nicht mehr aus früheren Gesprächen erinnert. Nur die letzte Erwähnung zu entfernen lässt möglicherweise ältere erhalten. Es kann etwas dauern, bis sich Änderungen in Antworten auswirken.
Stammt die Information außerdem aus einer verbundenen App, nennt Google zwei Schritte: die betreffenden Chats löschen und die App trennen. Ein Schritt allein kann eine weitere Quelle offenlassen. Das Trennen verändert nicht automatisch die ursprüngliche E-Mail, den Kalender oder das Dokument im anderen Dienst.
Einstellungen statt nur Antworten kontrollieren
Prüfen Sie anschließend Aktivitätsliste, Erinnerungseinstellung und verbundene Apps. Haben Sie ein Gespräch öffentlich geteilt, verwalten Sie den Link gesondert: Google weist darauf hin, dass das Löschen des Chats dessen öffentlichen Link nicht entfernt.
Die Frage „Was weißt du über mich?“ kann einen Eindruck vermitteln, ist aber keine Bestandsaufnahme gespeicherter Daten. Auch das Verschwinden aus der Seitenleiste beweist nicht, dass sämtliche aufbewahrten Kopien bereits gelöscht sind. Dazu gelten die gesonderten Angaben des Anbieters zu Aufbewahrung und Löschung.
Beginnen Sie mit einer veralteten Angabe und verfolgen Sie ihre Quellen durch die Einstellungen, statt sie bei der Prüfung immer wieder in neue Chats zu schreiben.